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Österreicher sind Europameister beim Konsum von Kräuter- und Früchtetees

Tee am Puls der Zeit

Der Österreichische Teemarkt blieb im vergangenen Jahr, trotz des zweitwärmsten Winters der Geschichte, stabil. Tee ist also längst kein Getränk mehr nur für die kalte Jahreszeit, sondern wird entsprechend seiner Vielfalt ganzjährig konsumiert. Nach wie vor trinken die Österreicher am liebsten Kräuter- und Früchtetees, Grüntee konnte im Jahresvergleich leicht zulegen. International ist Tee das beliebteste Getränk nach Wasser, 2015 wurde mit 5,2 Millionen Tonnen Tee ein neuer Rekord in der Weltproduktion erreicht. 

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Kräuter- und Früchtetee sind die österreichischen Lieblinge

Rund 700 Millionen Teebeutel werden jährlich in Österreich verkauft, wobei Tee in Teebeutel etwa 95% des gesamten Teemarkts ausmachen. Das Marktvolumen beläuft sich auf etwa 60 Millionen Euro.Obwohl die kalte Jahreszeit nachwievor als klassische Tee-Saison gilt, tat der milde Winter in der Saison 2015/2016 (der zweitwärmste seit Beginn der Messaufzeichnungen) den Absatzzahlen keinen Abbruch.  Dies unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Tee als Ganzjahresgetränk.Topsegmente sind dabei Kräuter- und Früchtetees, die sowohl in Umsatz als auch im Absatz rund 80 Prozent des Gesamtmarktvolumens ausmachen. Nicht umsonst können die Österreicher von sich behaupten, dass sie Europameister im Konsum von Kräuter- und Früchtetee sind.

 

Marktanteile nach Segmenten 2016

Kräutertee

Umsatz 43.1 Prozent (+ 0.5 % gegenüber Vergleichsperiode Vorjahr)

Absatz 41.1 Prozent (+0.6 % gegenüber Vergleichsperiode Vorjahr)

Früchtetee

Umsatz 35.8 Prozent (- 0.6 % gegenüber Vergleichsperiode Vorjahr)

Absatz 36.2 Prozent (- 0.8 % gegenüber Vergleichsperiode Vorjahr)

Schwarztee

Umsatz 14,4% (+/- 0.0 % gegenüber Vergleichsperiode im Vorjahr)

Absatz 16 Prozent (-0.1 % gegenüber Vergleichsperiode Vorjahr)

Grüntee

Umsatz 6,6 Prozent (+0.1% gegenüber Vergleichsperiode im Vorjahr)

Absatz 6.6 Prozent (+0.2 % gegenüber Vergleichsperiode im Vorjahr)

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Österreichischer Teemarkt nach Segmenten Quelle: Nielsen Marktforschung, Teebeutel (= 95% von Tee Total), rollierendes Jahr per KW 4/ 2016; Basis Lebensmitteleinzelhandel

Gesundheitsbewusster und genussorientierter Teekonsum setzt positive Impulse

Längst hat Tee sein angestaubtes Image abgelegt, überzeugt er doch mit geschmacklicher Vielfalt und zahlreichen Benefits.

So findet Tee in der gesundheitsorientieren Community immer mehr Anhänger, die ihn vor allem als kalorien- und weitgehend zuckerfreien Durstlöscher schätzen. Kräutertees werden wegen ihrer bekannt wohltuenden Wirkung auf den Körper getrunken, neben den Dauerklassikern wie Kamille, Pfefferminze und Fenchel, setzen die sogenannten Wellnesstees neue Impulse. Zuletzt erfreuten sich vor allem Mischungen mit Ingwer immer größerer Beliebtheit. Ingwer werden zahlreiche positive Eigenschaft nachgesagt. Er enthält ätherische Öle, ist reich an Vitamin C, wirkt antibakteriell. Die enthaltenen Scharfstoffe regen den Stoffwechsel an und fördern die Verdauung.

„Wie kaum ein anderes Getränk bietet Tee für jeden Geschmack und jedes Bedürfnis eine passende Sorte bzw. Mischung. Ob Genuss, Gesundheit und der Wohlfühlfaktor im Vordergrund steht – Tee ist vielfältig und abwechslungsreich. Dies wirkt sich positiv auf die österreichische Teebranche aus. Teetrinker schätzen zudem die einfache Zubereitung – ob mit Convenience-Produkten wie Teebeutel und Teekapseln oder auch losem Tee,“ so Andrew Demmer, Präsident des Österreichischen Teeinstituts. 

Tee als Gourmetprodukt

Unabdingbar ist dabei eine hohe Qualität, die vom Kunden gefordert wird. Dazu steigt die Nachfrage nach exklusiven Mischungen und Gourmet-Tees bzw. Premiumprodukten. Diesem Trend folgend, genießt  Tee als Speisebegleitung gerade auch im internationalen Umfeld eine immer wichtigere Rolle.„Grüntee mit seinem frischen, leicht herben Geschmack harmoniert sehr gut zu Geflügel, Fisch und Salat. Milde, zarte Speisen, wie Gemüse, Pilze oder leicht bittere Salate verlangen nach blumigen, weißen Tees oder milden Kräutertees. Sehr spannend ist auch Schwarzer Tee aus Ceylon oder Darjeeling zu unterschiedlichen Käsesorte,“ zeichnet Demmer neue Wege im Teegenuss auf und führt weiter aus, „In der internationalen Küche ist Tee als Begleiter zum Essen schon sehr beliebt und auch in der Gourmetküche fest verankert. In Österreich entwickelt sich dieser Trend jetzt erst nachundnach. Aber wir dürfen gespannt sein, wohin diese Entwicklung führen wird.“

 

Fokus Internationaler Teemarkt

Nach dem Rekordjahr 2014, wo erstmals die magische Fünf-Millionen-Tonnen-Grenze in der weltweiten Produktion überstiegen wurde, wurde 2015 erneut Geschichte geschrieben – mit einer Weltproduktion von 5,2 Millionen Tonnen Tee. Dies entspricht einem weltweiten Zuwachs von 62,5 Prozent seit dem Jahr 2000.China hatte mit 2,23 Millionen Tonnen im Jahr 2015 (plus 12,6 Prozent gegenüber 2014)  erneut den größten Anteil an der weltweiten Teeproduktion, gefolgt von Indien mit 1,19 Millionen Tonnen. Ebenfalls unter den Top-5-Produktionsländern finden sich Sri Lanka, Kenia und Indonesien.Nach wie vor wird der Großteil des produzierten Tees in den Anbauländern konsumiert, 2015 waren das 3,4 Millionen Tonnen. Rund 33,79 Prozent der Weltproduktion werden exportiert.

 

Ostfriesen sind Weltmeister im Teetrinken

Wenn es um den Pro-Kopf-Verbrauch von Tee geht, führen die Ostfriesen mit rund 300 Litern im Jahr nachwievor unangefochten die Hitliste an. Auf Platz Zwei folgt die Türkei mit 283 Litern pro Kopf und Jahr, vor Afghanistan mit 279 Litern. Die Nummer 1 in der Teeproduktion, China, liegt beim Konsum mit 127 Litern lediglich auf Platz 15. Österreich hält seit Jahren relativ stabil bei rund 33 Litern und liegt damit vor Deutschland (28 Litern), Frankreich (26 Litern) und der Schweiz (24 Liter).

 

Quellen:

Annual Bulletin of Statistics 2015, ITC London

DeStatis, Wiesbaden, Deutscher Teeverband e.V., Hamburg

Eurostat , Brüssel, 2016

 

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